Mein Job im Marketing eines KMUs ist abwechslungsreich, ich bin zufrieden. Nur leider scheint mein Körper es nicht zu sein. Täglich kurz vor Mittag spüre ich ein Ziehen im Nacken. Ich ignoriere es, konzentriere mich auf meine Arbeit. Doch im Laufe des Nachmittags nimmt es zu, dehnt sich aus zu einem Schmerz, der die Schultern erfasst und in meinen rechten Arm ausstrahlt. Immer öfter plagen mich auch Kopfschmerzen, die mir nach Feierabend die Lust auf Unternehmungen mit Freunden rauben.

Mein Bürostuhl ist ein Standardmodell, mein Schreibtisch nicht höhenverstellbar. Nach Ferien, in denen meine Symptome vollständig abgeklungen waren und ich mich zum ersten Mal seit Wochen wieder richtig wohl gefühlt hatte, bat ich meinen Vorgesetzen um ergonomische Alternativen.

Mein Arbeitgeber nahm meine Anregung ernst. Jedoch bringe es hohe Kosten mit sich und sei mit Aufwand verbunden, für alle knapp 100 Angestellten neue Büromöbel zu erwerben. Ein grösseres Projekt, über das die Geschäftsleitung entscheiden müsse. Eine individuelle Lösung für mich zu finden, sei ebenfalls schwierig: Finanziere die Fima einzelnen Personen Ausnahmeleistungen, könnten andere Mitarbeitende sich benachteiligt fühlen. Die Argumentation war schlüssig, ich konnte die Schwierigkeiten nachvollziehen.

Daraufhin liess ich mich hier beraten. Mein Wohlbefinden war mir allemal die Kosten für einen ergonomischen Bürostuhl wert. Dieser war aber gar nicht nötig, wie ich feststellen musste. Meine Nackenschmerzen hatten eine ganz andere Ursache. Eine Neuanschafffung war in meinem Fall nicht nötig. Mir fehlte es einfach nur an der Kenntnis, um die richtigen Einstellungen meiner vorhandenen Möglichkeiten.